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Nutzerbeitrag: Wer bietet die beste NVR-Plattform für den Wohnbereich?

In China statten immer mehr Haushalte ihre Wohnungen mit Überwachungssystemen aus. Beliebt sind preiswerte Kameras lokaler Hersteller wie Xiaomi, Hikvision und TP-Link. Viele dieser Modelle sind jedoch an proprietäre Protokolle gebunden und lassen sich ausschließlich mit den Cloud-Plattformen der jeweiligen Hersteller verbinden. Diese Einschränkung verursacht nicht nur zusätzliche Kosten, sondern wirft auch Fragen zum Datenschutz auf.

Deshalb ist die Wahl von RTSP/ONVIF-kompatiblen Kameras in Kombination mit einer selbst gehosteten NVR-Plattform oft die sicherste und flexibelste Lösung.

Einrichtung einer NVR-Plattform für zu Hause

Chinesische Cloud-Plattformen für Überwachungskameras bieten typischerweise einen umfangreichen Funktionsumfang, einschließlich des vollständigen Zugriffs auf lokale SD-Karten-Aufnahmen über Mobile Apps, Zeitstrahl- und Kalenderansichten, dem direkten Springen zu Bewegungsereignissen sowie Push-Benachrichtigungen für iOS- und Android-Geräte. Infolgedessen haben viele Open-Source-NVR-Tools Schwierigkeiten, bei Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität mitzuhalten. Lösungen wie MotionEye, Kerberos.io, MoonfireNVR, SentryShot und Camera.ui weisen jeweils Mängel auf – sei es durch eine reine CLI-Konfiguration, fehlende Ereigniswiedergabe, die Unterstützung nur einer einzigen Kamera oder übermäßig simplistische Benutzeroberflächen.

Bis vor Kurzem nutzte ich die Surveillance Station von Synology für mein Heimsystem, die in einer virtualisierten DSM-Umgebung auf meinem selbstgebauten Low-Power-NAS lief. Das System basiert auf OpenMediaVault mit einer KVM-VM, die Synology DSM hostet. Obwohl die Surveillance Station umfangreiche Funktionen bietet, war dieser Aufbau zu komplex und litt unter Stabilitätsproblemen, die gelegentlich zu fehlerhaften Aufnahmen führten. Zudem ist der Betrieb des proprietären Synology-Betriebssystems auf Nicht-Synology-Hardware rechtlich fragwürdig. Diese Gründe bewegten mich schließlich dazu, nach einer nachhaltigen Alternative zu suchen.

Mit Unterstützung von ChatGPT untersuchte ich mehrere populäre NVR-Optionen: Blue Iris, Frigate, Shinobi, AgentDVR (iSpy), ZoneMinder und EasyNVR.

  • Blue Iris ist zwar leistungsstark, läuft aber nur unter Windows und schied für mein Linux-basiertes Setup daher aus.
  • ZoneMinder wirkte veraltet und schwerfällig.
  • Shinobi und AgentDVR schränken ihre kostenlosen Versionen erheblich ein – AgentDVR deaktiviert beispielsweise den gesamten Fernzugriff, sofern man nicht bezahlt, und die Bezahlversionen sind recht teuer.
  • EasyNVR aus China schien anfangs vielversprechend, da es bis zu 5 Kameras kostenlos unterstützt und eine relativ moderne Benutzeroberfläche bietet. Wiederkehrende Aufnahmefehler und ein schwacher Support für Mobilgeräte machten es für mich jedoch unbrauchbar.

Dann kam Frigate, der aufstrebende Stern der NVR-Welt – und für mich leider ein Desaster. Die leistungsstarken KI-Funktionen überlasteten schnell die CPU meines bescheidenen NAS, was zu mehreren Systemabstürzen führte. Da mein NAS gleichzeitig als Netzwerkbrücke für meinen Desktop-PC fungiert, bedeutete jeder Absturz den Verlust des Netzwerkzugriffs auf meinem Hauptrechner. Das allein war frustrierend, doch nach wiederholten Fehlversuchen beim Hinzufügen von Kameras gab ich Frigate letztendlich auf.

Gerade als ich kurz davor war, das Handtuch zu werfen – und sogar den Kauf eines originalen Synology-NAS in Erwägung zog – entdeckte ich Xeoma

Xeoma bot die perfekte Balance: leistungsstarke Funktionen, eine intuitive Benutzeroberfläche und eine einfache Einrichtung, ohne dass ich für teure Lizenzen für Funktionen bezahlen musste, die ich gar nicht benötigte. Ich war sofort begeistert.

Die Installation von Xeoma auf meinem OpenMediaVault-Server war so simpel wie das Herunterladen und Starten einer einzigen Datei. Keine umständlichen YAML-Dateien, keine verwirrenden Docker-Volume-Mappings und keine Alpträume mit Linux-Abhängigkeiten. Es funktionierte sofort und reibungslos. Nach dem Hinzufügen zweier Kameras blieb die CPU-Auslastung stabil und alles lief flüssig.

Es fühlte sich so perfekt an, dass ich der Software einen Liebesbrief schreiben wollte – und genau das ist dieser Beitrag.

An die Entwickler hinter Xeoma: Danke. Ich hoffe sehr, dass dieser Artikel in Ihrem Blog erscheint. Xeoma ist nicht nur leistungsfähig – selbst die kostenlose Version überzeugt durch beeindruckende Stärke. Wer eine solide NVR-Lösung für den Heimgebrauch sucht, sollte Xeoma unbedingt testen. Ich bin überzeugt: Sobald man es ausprobiert hat, wird man erkennen, dass es schlicht die beste NVR-Plattform für Heimanwender ist.

von Jiayuan Zhang

19. August 2025
 

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